Haben Sie Fragen zum Projekt 50m-Schwimmhalle? Wir beantworten sie gerne. Schreiben Sie eine Mail an sportamt@bern.ch.

  1. Wie viel Hallenbadfläche braucht die Stadt Bern?
    Bereits das Sport- und Bewegungskonzept der Stadt Bern hält fest: „Um den Bedarf an Hallenbädern im Breitensport- und Freizeitbereich zu decken, braucht es mindestens eine Verdoppelung der heutigen Wasserfläche. Eine Ende 2012 durch die externe Firma BPM Sports GmbH durchgeführte erneute Befragung von verschiedenen Nutzergruppen (Vereine, Kursanbieter, Uni, Öffentlichkeit) hat diese Aussage bestätigt. In Schwimmbahnen gerechnet, besitzt die Stadt Bern aktuell 14 Bahnen. Dem steht ein Bedarf von 30 Bahnen und mehr gegenüber.
  2. Warum will der Gemeinderat eine 50m-Schwimmhalle bauen und nicht zwei Hallenbäder mit 25m-Becken?
    Weil mit dem Bau von zwei 25m-Becken wesentlich weniger Wasser zur Verfügung stünde als bei einer 50m-Schwimmhalle. Bei zwei Hallenbädern mit 25 x 13,5m-Fläche stünden insgesamt nur 10 Bahnen à 25m zur Verfügung. Bei der 25 x50m-Schwimmhalle sind es 20 (Quer-)Bahnen à 25m. Auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht sind zwei 25m-Becken ungünstiger: Die Kosten- und Betriebseinsparungen wären im Vergleich zur 50m-Schwimmhalle wesentlich kleiner.
  3. Wird zusätzlich ein Multifunktionsbecken gebaut?
    Das steht noch nicht fest. Ein zusätzliches Multifunktionsbecken hätte den Vorteil, dass es mit einer höheren Wassertemperatur für Kinderschwimmen, Rettungskurse, Physiotherapie etc. geeignet wäre. Auch könnte es mit Sprungbrettern ausgerüstet werden. Hinzu kommt, dass die Stadt nur mit einem Multifunktionsbecken Gelder vom Bund beantragen kann (gemäss dem NASAK; Nationales Sportanlagenkonzept).
  4. Warum soll die Schwimmhalle in der Länggasse gebaut werden?
    Der Gemeinderat hat verschiedene Standorte geprüft. Es gibt kein anderer Standort in Bern, der peripher und doch so nahe am Stadtzentrum gelegen ist. Das Gebiet Neufeld/Mittelfeld ist zudem bestens mit dem öV sowie mit dem Park + Ride Neufeld erschlossen und liegt mitten in einem wachsenden Quartier. Die Resultate der Testplanung Gaswerkareal haben zudem im Sommer 2014 gezeigt, dass ein städtebaulich harmonisches und sinnvolles Nebeneinander von Wohnen, Grünraum und Schwimmhalle in diesem Gebiet kaum befriedigend zu realisieren ist.
  5. Sind die Sanierung des Hallenbads Hirschengraben und der Bau eines zusätzlichen Hallenbads mit 25m-Schwimmbecken eine Alternative?
    Nein, weil so nur 5 zusätzliche Schwimmbahnen geschaffen würden. Das genügt nicht, um den Mangel an Wasserfläche in den Hallenbädern zu decken. Zudem ergäbe es ein unwirtschaftliches Kosten/Nutzen-Verhältnis: 5 zusätzliche Schwimmbahnen für ca. 60 Mio. Franken (Sanierung ca. 35 Mio. und Neubau 25m-Bad ca. 25 Mio.) statt 20 zusätzlichen Schwimmbahnen für ca. 60 Mio. Franken.
  6. Was passiert mit den Hallenbädern Wyler und Weyermannshaus nach dem Bau der 50m-Schwimmhalle?
    Mit der Schwimmhalle könnten die Quartierhallenbäder Weyermannshaus und Wyler entlastet und für Familien wieder zugänglicher und auch attraktiver gemacht werden (z.B. zwischenzeitliche Nutzung von einfachen Wasserspielgeräten oder eine leicht erhöhte Wassertemperatur). Die Lernschwimmbecken in den Hallenbädern Wyler und Weyermannshaus könnten besser für Therapiezwecke, Nichtschwimmerinnen und -schwimmer, Babyschwimmen etc. genutzt werden.
  7. Deckt eine neue 50m-Schwimmhalle den Bedarf an Hallenbadwasser?
    Ja, eine 50m-Schwimmhalle kann den Bedarf aktuell und für die nächsten 20 Jahre decken. Mit einer blossen Sanierung der heutigen Hallenbäder würde das be­stehende Manko nur zementiert; dies wäre sport- und finanzpolitisch fragwürdig.
  8. Ist die 50m-Schwimmhalle nur für den Spitzensport?
    Nein, im Gegenteil. Die 50m-Schwimmhalle soll primär der breiten Bevölkerung zur Verfügung stehen. Eine 50m-Halle bietet den grossen Vorteil, dass sie auch quer genutzt werden kann. Es ergeben sich daraus 20 Schwimmbahnen à 25 Meter, die dank Trennwänden und Hubböden das Nebeneinander von Schulen, Vereinen, Kursen, Kindern und Freizeitschwimmerinnen und -schwimmern ermöglichen. Erst in zweiter Linie sollen in der Schwimmhalle eventuell (regionale) Wettkämpfe stattfinden. Mit dem Bau einer Schwimmhalle werden aber alle Nutzergruppen (auch die Leistungssportlerinnen und -sportler) profitieren, da für alle Schwimmerinnen und Schwimmer viel mehr Wasserfläche zur Verfügung steht.
  9. Sorgt die 50m-Schwimmhalle nicht für Mehrverkehr in der Länggasse?
    Für den Gemeinderat ist klar, dass es für den Bau der Schwimmhalle ein Mobilitätskonzept braucht. Allerdings ist das Gebiet beim Neufeld/Mittelfeld schon heute gut mit dem ÖV erschlossen und das Park + Ride Neufeld ist in unmittelbarer Nähe.
  10. Was kostet die 50m-Schwimmhalle?
    Der Gemeinderat rechnet mit Kosten in Höhe von rund 65 bis 73 Mio. Franken. In der Mittelfristigen Investitionsplanung wurden im Jahr 2010 76 Mio. Franken eingestellt. Die Stadt rechnet für die Realisierung des Schwimmhallen-Projekts mit einer bedeutenden finanziellen Unterstützung aus dem Sportfonds des Kantons Bern. Zudem will die Stadt die Beteiligung der Agglomerationsgemeinden an diesem wichtigen Zentrumsprojekt prüfen.
  11. Wer bezahlt die 50m-Schwimmhalle?
    Die Stadt Bern. Die Stadt hat eine Zusammenarbeit mit privaten Partnern geprüft und ein Fachgutachten über mögliche Zusammenarbeiten mit Privaten erstellen lassen. Im Bericht heisst es, dass die konkreten Rahmenbedingungen für eine mögliche partnerschaftliche Zusammenarbeit „sehr eng gesteckt“ seien.
    Der Kanton Bern wird sich über den Lotteriefonds an der Schwimmhalle beteiligen. In welchem Umfang dies sein wird, hängt vom konkreten Projekt bzw. den konkreten Kosten ab.
  12. Beteiligen sich die Agglomerationsgemeinden an den Kosten einer neuen Schwimmhalle?
    Eine neue Schwimmhalle in Bern wird auf jeden Fall eine Zentrumsfunktion übernehmen, da viele Pendler, auswärtige Schülerinnen und Schüler oder Studierende das Angebot einer modernen Schwimmhalle ebenfalls nutzen werden. Es ist eine politische Frage, ob sich Agglomerationsgemeinden finden lassen, die sich am Bau einer Schwimmhalle beteiligen würden. Für die Stadt Bern gäbe es die Möglichkeit, einer „verursachergerechten Mitbeteiligung“ auswärtiger Personen, indem die Eintrittspreise für Schwimmerinnen und Schwimmer aus anderen Gemeinden höher angesetzt würden als für Einheimische.
  13. Wieso wird die Schwimmhalle nicht zusammen mit einer Agglomerationsgemeinde gebaut?
    Es ist aus betrieblicher Sicht wichtig, dass die Schwimmhalle möglichst zentral und mit guter Verkehrsanbindung zu stehen kommt. Insofern ist die Stadt Bern als Standort ideal. Zudem mangelt es alleine in der Stadt Bern an gedeckter Wasserfläche im Umfang einer neuen Schwimmhalle.
  14. Wann ist die 50m-Schwimmhalle fertig gebaut?
    Die Schwimmhalle kann nach heutiger Planung frühestens 2020 eröffnet werden.
  15. Wer entscheidet, ob die 50m-Schwimmhalle wirklich gebaut wird?
    Das letzte Wort haben die Stimmberechtigten der Stadt Bern.
  16. Ich habe gelesen, dass die geplante 50m-Schwimmhalle in 20 Kurzbahnen unterteilt werden kann. Besteht auch die Möglichkeit über 50 Meter zu schwimmen oder jeweils nur über 25 Meter?
    Es ist geplant, dass die Bahnen im Schwimmbecken je nach Bedarf quer (d.h. maximal 20 Bahnen à 25 Meter) oder längs (d.h. maximal 10 Bahnen à 50 Meter) mit Leinen abgetrennt werden. Die Nachfrage wird zeigen, wie oft quer oder längs geschwommen wird und ob allenfalls nur ein Teil des Beckens mit Leinen ausgestattet wird.